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08.02.2019 Große Narrensitzung in der Jupp-Gassen-Halle

 

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Foto's der Sitzung findet ihr hier

Karten für die Sitzung 2019 sind leider alle vergriffen.

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Bömm und Klecker

Bereits seit einigen Jahren gingen Peter Kunze (Jahrgang 1944) und Franz Pannes (1938), beides waschechte Vilich Müldorfer Jungs, letzterer jedoch nach einigen Jahren im Status eines in Ramersdorf wohnenden„fiese Müldorfer“, durch Taufe im Ankerbach zum Ramersdorfer Bürger „konvertiert“, bei den legendären Sitzungen des Sängerkreises Vilich Müldorf  im Bungartz Saal in die Bütt. Jakob Bertram alias Bertrams Köbes plante damals die Sitzungen und trainierte die Nachwuchsredner. Kunze gab sein Debut 1960 mit dem Stück „Mein Lebenslauf“ und Pannes bereits 1958 mit dem Vortrag „Ne buure Sänger“.

 

In der Session 1964/1965 ging man dann erstmals als „Schmal un Dreckes“ zusammen auf die Bühne und -damals sehr außergewöhnlich- zusammen in die Bütt. Nachdem dies auch nach dem zweiten Jahr erfolgreich ankam, wurde man von einer namentlich hier nicht benannten Ehefrau freundlich darauf hingewiesen, dass der Name in Vilich Müldorf doch aus der Vergangenheit schon belegt sei und Kunze und Pannes den jetzt geklaut hätten. Su en Sauerei. Der Bungartz Saal, heute ein Malergeschäft im Herzen des alten Vilich Müldorf, wurde 1966 geschlossen und die Sitzungen wanderten in die Gaststätte Odenthal (heute Dorfschänke) und vereinzelt auch in die Reithalle des ehemaligen Bauernhofes Ritterath / Petershagen.

 

Kurzentschlossen suchten die beiden nach einem neuen Namen und kamen auf die Spitznamen der beiden Kinder von Christian Alfter, ebenfalls ein Redner beim Sängerkreis Vilich Müldorf. Das Duo „Bömm un Klecker“ war geboren. Bömm, klein und mit Bauchansatz, Klecker größer und schmal, wurden schnell in der Region und über Bonn hinaus bekannt und zogen durch die damals vornehmlich kleineren Säle. In Meindorf ist dann in der ersten Reihe auch schon mal eine beleibte Dame vor Lachen von der Sitzbank gefallen und der Vortrag musste unterbrochen werden, bis sie wieder von mehreren Personen in Position gebracht wurde. Selten politisch, haben die beiden über viele Jahre nach eigenen Angaben viel Blödsinn erzählt und mit Unmöglichkeiten die Hirnwendungen der Zuhörer herausgefordert. Das kam gut an.

 

Im Jahre 1983 wagte man, nach bereits vielen erfolgreichen Bühnenjahren, den großen Sprung nach Köln. Über einen Kontakt zum Gründungspräsidenten der Willi Ostermann Gesellschaft, Heinz Brodesser, wurde man zum Vorsprechen in der großen Nachbarstadt vorstellig. In der internen Vorstellrunde konnte man überzeugen, so dass man für den Vorstellabend als letzte Nummer und damit als Highlight auf die Bühne sollte. Der Weg schien gezeichnet, allerdings versagte dann im Großen Börsensaal zu Köln ein Mikrofon, was keiner so recht bemerkte außer dem Publikum, jedenfalls gelang es nicht, im Saal gut anzukommen. Schade, denn wenn man heute nach Köln schaut, kommen viele „Kölner Redner“ aus dem Umland. Sei es Bonn (Bernd Stelter), Aachen (Jürgen Beckers), Remagen (Marc Metzger) oder sogar noch weiter.  Man hat sich dann entschieden, es nicht noch einmal zu versuchen.

 

Fünf weitere Jahre ging man noch zusammen auf die Bretter, 1988 folgte dann der letzte gemeinsame Auftritt. Peter Kunze widmete sich danach intensiv und bis weit in das neue Jahrtausend hinein den bereits 1981 mit Frack und Zylinder gegründeten Bottermelechs Jonge, Franz Pannes ging mit Marlene Faßbender als Franz und Franziska noch viele viele Jahre in bzw. er neben die Bütt. In 1995 auf Karl Kleuvers 70. Geburtstag und 2009 beim 50-jährigen Jubiläum der KG Ramersdorfer Junge gaben die beiden ein Revival.